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Warum Ausmisten allein nicht reicht

Einzweidinge Ausgewähltes Blog-Bild

Liebe Freundin und lieber Freund der Ordnung, 

Wenn du dich schon einmal intensiv mit dem Thema Ordnung beschäftigt hast, hast du wahrscheinlich auch schon daheim ausgemistet.

Vielleicht sogar mehr als einmal.

Du hast Kleidung aussortiert, Küchenschränke ausgeräumt, Spielzeug verschenkt oder den Keller entrümpelt. Und jedes Mal hattest du danach dieses gute Gefühl: Jetzt wird es leichter.

Für einen Moment stimmt das auch.

Doch einige Wochen später sieht vieles wieder ähnlich aus wie vorher. Nicht unbedingt genauso chaotisch – aber doch so, dass du wieder ständig aufräumst, Dinge suchst oder das Gefühl hast, nie wirklich fertig zu werden.

Viele Frauen denken dann, sie hätten einfach noch nicht genug aussortiert.

Meine Erfahrung ist eine andere.

 

Aussortieren ist wichtig – aber es ist nur der erste Schritt

Ausmisten ist eine der besten Entscheidungen, die du für dein Zuhause treffen kannst.

Weniger Dinge bedeuten weniger Entscheidungen. Weniger Dinge müssen verstaut, gepflegt oder gesucht werden. Allein dadurch entsteht oft schon spürbar mehr Ruhe.

Deshalb gehört das Aussortieren für mich auch immer zu einem Ordnungsprozess dazu.

Aber genau hier liegt auch ein Missverständnis.

Viele glauben, dass mit dem Aussortieren die Arbeit erledigt ist.

Dabei beginnt sie an dieser Stelle oft erst.

 

Warum die Unordnung zurückkommt

Stell dir vor, du hast deine Küche gründlich ausgemistet.

Die kaputten Tupperdosen sind weg, das überflüssige Geschirr ebenfalls. Die Schränke sind deutlich leerer als vorher.

Und trotzdem suchst du morgens wieder nach der Brotdose.

Die Gewürze stehen dort, wo sie zwar noch gut reinpassen, aber nicht dort, wo du beim Kochen nach ihnen greifst.

Die Frühstücksschüsseln stehen am anderen Ende der Küche als das Müsli.

Die Kinder fragen jeden Tag, wo ihre Rucksäcke hingehören.

Das Problem sind jetzt nicht mehr unbedingt zu viele Dinge.

Das Problem ist, dass der Alltag immer noch unnötig viele kleine Reibungen erzeugt.

Und genau diese kosten Kraft.

 

Nachhaltige Ordnung entsteht nicht im Schrank

Wenn ich Familien begleite, geht es deshalb nie nur darum, Dinge loszuwerden.

Wir schauen uns zuerst an, wie der Alltag überhaupt abläuft.

Wer benutzt was?

Wo entstehen jeden Tag kleine Unterbrechungen?

Welche Dinge werden ständig hin- und hergeräumt?

Welche Gegenstände haben einen festen Platz – nur eben nicht den richtigen?

Denn eine gute Ordnung orientiert sich nicht daran, wie ein Schrank auf einem Instagram-Foto aussieht.

Sie orientiert sich daran, wie deine Familie lebt.

Wenn ein Gegenstand dort aufbewahrt wird, wo er tatsächlich gebraucht wird, wird das Wegräumen plötzlich selbstverständlich.

Wenn Kinder ihre Sachen selbst erreichen können und wenn sie wissen, wohin die Sachen  kommen, dann müssen Eltern nicht ständig hinterherräumen.

Wenn Dinge logisch zusammengehören, entstehen viele Entscheidungen gar nicht erst.

Genau das macht den Unterschied.

 

Ordnung ist kein Ziel. Sie soll deinen Alltag leichter machen.

Manchmal höre ich den Satz:

„Ich muss einfach noch konsequenter ausmisten.“

Vielleicht stimmt das.

Vielleicht aber auch nicht.

Denn wenn die Dinge, die bleiben, keinen sinnvollen Platz haben, wirst du sie trotzdem immer wieder suchen oder von einem Raum in den nächsten tragen.

Nicht weil dir Disziplin fehlt.

Sondern weil das System noch nicht zu deinem Alltag passt.

Deshalb ist Aussortieren für mich nie das eigentliche Ziel.

Es ist der Weg dorthin.

Es schafft Platz – in deinen Schränken und oft auch im Kopf.

Doch erst die passenden Strukturen sorgen dafür, dass Ordnung bleibt.

 

Zusammengefasst

Nachhaltige Ordnung entsteht nicht dadurch, dass möglichst wenig Dinge vorhanden sind.

Sie entsteht dann, wenn die Dinge, die bleiben dürfen, einen Platz bekommen, der zu deinem Alltag passt.

Genau deshalb ist Aussortieren so wichtig.

Aber eben nicht als Selbstzweck.

Sondern als Grundlage für ein Zuhause, das dich im Alltag entlastet, statt jeden Tag neue Energie zu kosten.

Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst ordentlich zu wohnen.

Sondern darum, dich in deinem Zuhause wieder wohlzufühlen.

 

Vielleicht hast du dich beim Lesen an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt.

Dann weißt du jetzt: Noch mehr auszusortieren ist wahrscheinlich nicht die eigentliche Lösung.

Viel wichtiger ist die Frage, wie dein Zuhause dich im Alltag unterstützen kann – statt jeden Tag neue Energie zu kosten.

Genau mit diesem Gedanken arbeite ich auch in meinem Online-Kurs „RAUS AUS DEM NIE-FERTIG-GEFÜHL“. Dort entwickeln wir gemeinsam Strukturen, die zu deinem Zuhause, deiner Familie und deinem Alltag passen – damit Ordnung nicht nur entsteht, sondern auch bleibt.

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Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst ordentlich zu wohnen.

Sondern darum, dich in deinem Zuhause wieder wohlzufühlen.

 

Alles Gute für dein Zuhause.

Dein Ordnungscoach von einzweiDinge,

Jasmin - Dein Ordnungscoach in Berlin

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