
Liebe Freundin und lieber Freund der Ordnung,
In ein paar Tagen beginnt endlich mein Sommerurlaub! 😃
Seit fast einem Jahr geplant, seit Monaten gebucht, seit Wochen drauf gefreut und nun ist es endlich soweit – es geht zu meinem neuen Sehnsuchtsort seit letztem Jahr, an die französische Atlantikküste.
Es wird auch Städtetrip, aber vor allem mal abschalten an der Küste, am Strand, mal “die Seele baumeln lassen”, wie man so schön sagt.
Ich freu mich wie verrückt! Auch auf eine Auszeit. Darauf, den Alltag und – ja – auch mein Business für eine Weile hinter mir zu lassen. Auf eine Zeit ohne Termine und To Do-Listen. Auf Morgenyoga im duftenden Pinienwald. Auf lange Frühstücke auf der Terrasse. Auf neue Eindrücke, schöne Begegnungen und kleine Abenteuer. Auf meinen neuen Roman…
Die Wochen vor dem Urlaub sind oft besonders voll. Es gibt noch Dinge zu organisieren, Termine abzuschließen, Taschen zu packen und Listen abzuarbeiten. Man möchte möglichst viel erledigen, damit man anschließend wirklich abschalten kann.
Und dann ist plötzlich dieser erste Urlaubstag da.
Auf einmal wird alles etwas ruhiger.
Es dauert ein wenig, aber der Kopf wird allmählich langsamer.
Du atmest tiefer. Fühlst dich leichter.
Doch irgendwann stelle ich mir jedes Jahr dieselbe Frage:
Was genau ist es eigentlich, das mir im Urlaub so guttut?
Und was davon möchte ich mit nach Hause nehmen?
Gehts dir auch so?
Viele von uns glauben, dass wir uns im Urlaub vor allem deshalb besser fühlen, weil wir mehr Freizeit haben.
Natürlich spielt das eine Rolle.
Aber ich glaube, dass etwas anderes mindestens genauso wichtig ist.
Im Urlaub fallen viele kleine Entscheidungen weg, die uns im Alltag jeden Tag begleiten.
Oft hängen diese auch mit unserem Zuhause zusammen.
Wenn Dinge keinen festen Platz haben, wenn Schränke überquellen oder wenn überall kleine unerledigte Baustellen warten, treffen wir den ganzen Tag über unzählige Entscheidungen. Meist völlig unbewusst.
Jede dieser Fragen kostet nur ein paar Sekunden. Aber in Summe entsteht daraus genau dieses Gefühl, ständig beschäftigt zu sein.
Du stellst dir Fragen wie:
Diese Fragen laufen im Alltag oft unbemerkt im Hintergrund mit.
Jede einzelne kostet Energie. Zusammen sorgen sie dafür, dass sich unser Kopf ständig beschäftigt anfühlt.
Deshalb fühlen sich viele Menschen nicht nur körperlich müde, sondern vor allem mental erschöpft.
Im Urlaub wird dieser Dauerbetrieb oft zum ersten Mal seit langem unterbrochen.
Genau das fühlt sich so gut an.
Wenn ich ehrlich bin, gibt es auch Dinge, die ich nach dem Urlaub gern zurücklassen würde.
Das Gefühl, ständig hinter meinem selbst auferlegten Zeitplan zu liegen mit meinen beruflichen Projekten.
Das Gefühl, nie ganz fertig zu sein.
Den Gedanken, dass ich erst noch dieses oder jenes erledigen muss, bevor ich mich entspannen darf.
Vielleicht kennst du das:
Im Urlaub warst du entspannt. Ausgeglichen. Gelassen.
Aber kaum bist du wieder zuhause, fühlt sich alles nach wenigen Tagen wieder genauso an wie vorher. Der Urlaub fühlt sich wahnsinnig weit weg an. 😕
Und plötzlich ist das Gefühl von Leichtigkeit wieder verblasst.
Das bedeutet nicht, dass der Urlaub nichts gebracht hat.
Es bedeutet nur, dass du zurückgekehrt bist in dieselben Strukturen, die dich vorher schon belastet haben.
Deshalb liegt die Lösung oft nicht darin, mehr oder längeren Urlaub zu machen.
Sondern darin, den Alltag zuhause so zu gestalten, dass er weniger Energie kostet.
Ich möchte die Ruhe mitnehmen. Die Gelassenheit.
Nicht als Gefühl, das nur im Urlaub möglich ist.
Sondern als etwas, das auch zuhause seinen Platz haben darf.
Ich möchte das Gefühl mitnehmen, nicht ständig alles gleichzeitig schaffen zu müssen.
Ich möchte mich daran erinnern, dass nicht Perfektion entlastet, sondern Klarheit.
Und ich möchte weiterhin daran arbeiten, mein Zuhause so zu gestalten, dass es mich unterstützt statt zusätzlich zu fordern.
Denn genau darum geht es für mich beim Thema Ordnung.
Nicht um perfekt gefaltete Dinge in Schubladen.
Nicht um ein Zuhause wie aus dem Katalog.
Sondern um ein Zuhause, das den Alltag leichter macht.
Ein Zuhause, in dem Dinge ihren Platz haben.
In dem Routinen funktionieren.
In dem man weniger suchen, weniger entscheiden und weniger improvisieren muss.
Vielleicht ist der Sommer eine gute Gelegenheit, dir genau diese Frage einmal zu stellen:
Was möchtest du aus deinem Urlaub mit nach Hause nehmen?
Und was darf dort bleiben?
Vielleicht ist es mehr Ruhe. Mehr Leichtigkeit.
Mehr Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind. 😍
Wenn du merkst, dass dein Zuhause aktuell eher Energie kostet als schenkt, dann musst du nicht alles auf einmal verändern.
Oft beginnen die größten Veränderungen mit kleinen Schritten.
Mit einer Ecke.
Einer Routine.
Einer Entscheidung.
Irgendwann entsteht daraus etwas, das viel wertvoller ist als perfekte Ordnung:
Das Gefühl, zuhause wieder durchatmen zu können.
Vielleicht nimmst du aus diesem Sommer nicht nur schöne Erinnerungen mit, sondern auch den Wunsch, dir deinen Alltag zuhause ein Stück leichter zu machen.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest, startet im Spätsommer mein Online-Kurs „Raus aus dem Nie-fertig-Gefühl“.
Dort geht es genau darum, eine Grundordnung und Routinen zu entwickeln, die dich im Alltag entlasten – ohne Perfektionismus und ohne ständiges Neu-Anfangen.
Mehr Informationen findest du hier: https://einzweidinge.de/online-kurs/
Und nun wünsche ich dir einen wunderbaren Sommer und viele Momente, die du nicht nur erleben, sondern auch mit nach Hause nehmen möchtest. 🏖️
Dein Ordnungscoach von einzweiDinge,
