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Dinge, die in der Küche nichts zu suchen haben – und warum sie trotzdem dort landen!

Einzweidinge Ausgewähltes Blog-Bild

Lieber Freund und liebe Freundin der Ordnung,

Willkommen in der Küche – dem Herzstück jeder Wohnung.
Hier wird geschnippelt, gekocht, gebacken, gegessen, geredet und gefeiert.

Doch die Küche ist auch ein Sammelbecken für Dinge, die eigentlich nichts mit Kochen, Essen oder Abwasch zu tun haben und uns oft eher im Weg herumliegen.

Warum landen sie trotzdem immer wieder dort? Und was gehört eigentlich wirklich nicht in die Küche?
Hier sind ein paar der „üblichen Verdächtigen“ und ein paar Tipps, wie du deine Küche etwas aufgeräumter und funktionaler halten kannst.

 

1. Post, Briefe und Rechnungen

Wer kennt es nicht: Der tägliche Stapel Post landet direkt vom Briefkasten auf der Küchenablage. Briefe, Rechnungen und Flyer sammeln sich wie von selbst auf dem Küchentisch oder der Arbeitsplatte.
Auch wenn es dir zunächst praktisch erscheint, die Post erst mal in der Nähe abzulegen, ist die Küche kein idealer Ort dafür. Die Briefe und Dokumente türmen sich schnell zu unansehnlichen Stapeln. Aus dem kleinen To Do (2 Briefe öffnen) wird auf einmal ein größeres To Do (6 Briefe öffnen, Flyer und Quittungen sortieren etc.). Die Aufgabe wird noch unattraktiver, wird noch länger liegen gelassen – und, richtig, so sammelt sich noch mehr an und der Stapel wird größer.
Irgendwann landen dann einzelne Briefe und Belege in Schränken oder Schubladen, wo sie rein gar nichts zu suchen haben und wo sie zunächst auch nicht mehr gefunden werden.
Zum einen nehmen diese Papierstapel in der Küche unnötig Platz weg, zum anderen erhöht es die Gefahr, dass wichtige Dokumente in den Tiefen der Küche verschwinden und Rechnungen nicht beachtet und bezahlt werden.

Mein Tipp

Richte dir am besten einen festen Platz im Eingangsbereich oder in der Nähe deines Schreibtisches für die Post ein. Ein kleines Körbchen, eine Ablage oder ein Briefhalter helfen dir, die Post übersichtlich zu sammeln.

Aber ACHTUNG!! Auch hier, lass den Papierkram nicht lange liegen. Wenn du jeden Tag 1-3 Minuten investierst, kannst du dir auf lange Sicht viel Zeit und Ärger sparen.

 

2. Schlüssel und Kleinkram

Schlüssel, Sonnenbrillen, Taschentücher, Glitzer-Haarspangen, Kleingeld – auch all das scheint magisch seinen Weg auf die Küchenarbeitsplatte zu finden.
Klar, die Küche ist oft der erste Raum, den man betritt, wenn man nach Hause kommt. Doch z.B. die Schlüssel hier abzulegen, birgt eine echte „Versteck-Gefahr“. Schnell verschwindet der Schlüsselbund zwischen Lebensmitteln oder unter einem Handtuch, und das große Suchen beginnt.
Nachdem du Einkäufe verstaut und all deine Sachen abgelegt hast, willst du anfangen zu kochen, aber die ganze Arbeitsplatte oder der Küchentisch liegen voller Kram – das führt in jedem Fall zu einem Stress-/und Frust-Gefühl. Lass es gar nicht dazu kommen.

Mein Tipp

Richte dir eine kleine Ablage für die Schlüssel im Eingangsbereich ein. Eine kleine Schale oder ein Haken- oder Magnetbrett an der Wand helfen, die Schlüssel immer an einem festen Platz aufzubewahren und den Stress des Suchens zu vermeiden.

ACHTUNG! Achte darauf, eine eher kleine Schale zu wählen. Will diese überquillen auf den Rest der Ablage, dann weißt du, dass sich schon zu viel Kram angesammelt hat. Das sind alles Dinge, die ein eigenes Zuhause haben sollten. Also, leg sie einfach flott wieder dorthin zurück, das dauert maximal 5 Minuten. Falls die Dinge noch KEIN zuhause haben, dann solltest du ihnen dringend eins schaffen, um Ordnung daheim zu garantieren.

 

3. Ladegeräte, Kabel und elektronische Geräte

Die Küche scheint auch ein Anziehungspunkt für Ladekabel und elektronische Geräte zu sein. Hier das Handy zum Laden eingesteckt, dort ein Tablet oder der Laptop, um „mal schnell was nachzuschauen“.
Das Problem: Die Küche ist in der Regel nicht dafür ausgelegt, als Ladestation zu fungieren. Wasser und Elektronik vertragen sich nicht gut. Zudem wirken lose Kabel schnell unordentlich. Aus einer Übergangslösung wird allzu oft eine Dauerlösung, es kommen weitere Kabel dazu, es sieht immer unordentlicher aus, die Kabel werden durch Essensreste verschmutzt…

Mein Tipp

Richte eine eigene Ladestation ein, idealerweise in einem anderen Raum, und halte die Küche und vor allem die Arbeitsflächen möglichst frei von elektronischem Wirrwarr.
Wenn du ein Handy oder Laptop benutzt, z.B. für ein Rezept, dann leg es anschließend wieder an seinen angestammten Platz zurück. Laden kannst du die Geräte in den allermeisten Fällen über Nacht an einem Ort, wo es nicht sonderlich stört oder auffällt.
Falls du nun unbedingt regelmäßig dein Handy in der Küche laden musst, dann finde einen Platz für dieses eine Kabel in einer Schublade und hol es nur raus, wenn du es wirklich brauchst.

 

4. Medikamente und Verbandsmaterial

Auch Medikamente und Verbandsmaterial gehören generell nicht in die Küche.
Je nachdem, wo sie liegen, können Hitze und Feuchtigkeit durch Kochen und Abwaschen die Haltbarkeit und Wirksamkeit der Medikamente beeinträchtigen. Außerdem wird das Risiko größer, dass Tabletten und Pflaster verlegt werden oder sogar ins Essen geraten – besonders wenn kleine Kinder im Haushalt sind. Am Ende befinden sie sich auch nicht mehr in einer fixen Schublade, sondern fliegen überall im Raum herum.

Mein Tipp

Ein Erste-Hilfe-Schrank im Badezimmer oder Flur ist hier die bessere Wahl. Medikamente sollten möglichst kühl und trocken gelagert werden, um ihre Wirksamkeit zu erhalten. Checke hier regelmäßig das Ablaufdatum und schaue, dass Medikamente nicht in Kinderhände geraten.
Falls du dich öfter einmal am Küchenmesser schneidest, habe meinetwegen ein paar Pflaster zur Hand in der Küche, aber auch hier wieder an einem festgelegten Ort, den du schnell erreichen kannst.

 

5. Werkzeuge und Handwerksutensilien

Ein Schraubenzieher für den wackeligen Stuhl oder ein Hammer für das schnelle Aufhängen eines Bildes landen gerne mal nach Benutzung in der Küchen-Kramschublade. Verständlich, schließlich sind sie hier schnell zur Hand. Doch mal ehrlich: Wer hat nicht schon mal die ganze Wohnung durchsucht, nur um festzustellen, dass der Hammer in der Küche liegt (warum?!)?

Mein Tipp

Ein kleiner Werkzeugkasten mit essentiellen Dingen, die du öfter brauchst, im Haus oder Wohnung, an einem Ort, wo er nicht stört, z.B. in der Kammer oder im Flurschrank. Das bietet dir die Möglichkeit, alles griffbereit zu haben, ohne dass es die Küche zum Minibaumarkt wird.
Die anderen Werkzeuge, die sperrig sind und nicht so oft genutzt werden (z.B. Bohrmaschine) geordnet in Keller oder Dachboden.

 

6. Spielzeug

Auch Kinderspielzeug findet oft seinen Weg in die Küche. Klar, wenn die Kinder am Küchentisch ein Bild malen oder sich mit Lego in der Küche die Zeit vertreiben, während Mama oder Papa kocht. Doch Spiel- und Malsachen liegen oft nach Gebrauch weiter in der Küche und im Weg herum, werden damit zu Stolperfallen oder machen Oberflächen unordentlich.

Mein Tipp

Hab einen kleinen Korb in der Küche, in den die Sachen nach Gebrauch gelegt werden, um sie zeitnah zurück ins Kinderzimmer bzw. an ihren angestammten Platz zu bringen.
Ein Bonus wäre es natürlich, wenn das Kind es selbst schafft, die Sachen wieder zu ihrem “Zuhause” zu tragen.

 

7. Dekorative Gegenstände und Kerzen

Ein wenig Dekoration sorgt für Gemütlichkeit, klar! Doch zu viele Kerzen, Pflanzen oder Deko-Accessoires und Nippes können in der Küche unpraktisch werden. Gerade in kleinen Küchen nehmen diese Teile wertvollen Platz auf der Arbeitsfläche weg und sammeln zudem Staub und Fett.

Mein Tipp

Beschränke die Deko in der Küche auf ein paar Lieblingsstücke und überlege dir genau, ob sie wirklich in die Küche passen oder im Wohnzimmer besser aufgehoben wären. Oder ob du die Deko überhaupt noch brauchst oder magst. Die Küche sollte zunächst einmal praktisch und funktional sein, im zweiten Schritt wohnlich (aber nicht überladen).

 

Fazit

Die Küche ist ein Ort für Essen, Kochen und Geselligkeit – und genau das sollte sie bleiben. Alles, was nicht direkt mit Kochen, Lagern und Essen zu tun hat, stört mehr, als dass es nutzt. Indem du die „Fremdlinge“ aus der Küche verbannst, schaffst du Platz und Ordnung und sorgst dafür, dass die Küche wieder das sein kann, was sie sein soll.

Also, schau dir doch einmal genau deine Küche an. Was steht und liegt hier alles herum? Was gehört gar nicht hierhin? Was stört dich? Und dann leg los und schaffe eine Struktur, die funktioniert und in der alles seinen Platz hat.

 

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir dabei, deine Küche in Ordnung zu bringen. Wenn du noch weitere Fragen hast oder Hilfe benötigst, stehe ich dir gerne zur Verfügung!

Alles Gute & bis zum nächsten Mal.

Dein Ordnungscoach in Berlin,

Jasmin - Dein Ordnungscoach in Berlin

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